Klares Atlantikwasser, außergewöhnliche Meeresbewohner (darunter der vom Aussterben bedrohte Meerengel) und vielfältige Tauchplätze von flachen Riffen bis zu dramatischen Steilwänden machen Fuerteventura zu einem herausragenden Taucherrevier.
Warum auf Fuerteventura tauchen?
Das Meer rund um Fuerteventura gehört zu den artenreichsten Gewässern des Nordatlantiks. Die Lage der Kanarischen Inseln an der Grenze zwischen kalten Nordatlantikströmungen und warmem subtropischen Wasser schafft Bedingungen, unter denen atlantische, mediterrane und sogar tropisch-afrikanische Arten nebeneinander vorkommen — eine außergewöhnliche Artenvielfalt für diese Breite.
Die Insel ist Teil eines ausgewiesenen UNESCO-Biosphärenreservats. Fangbeschränkungen haben dafür gesorgt, dass sich die Fischbestände auf beeindruckende Dichten erholt haben. Die Sichtweite ist in der Regel ausgezeichnet — 20–30 m sind normal, gelegentlich noch mehr. Und die Vielfalt der Tauchumgebungen ist bemerkenswert: flache Korallengärten, tiefe Steilwände, Vulkantunnel, Höhlensysteme, Sandebenen, auf denen Meerengel ruhen, und der verrostete Rumpf eines Frachters.
Die besten Tauchplätze
El Cantil (Corralejo): Der Wandtauchgang vor Corralejos Nordküste gilt als einer der besten Tauchgänge auf den Kanaren. Die Wand fällt von der Oberfläche auf mehr als 30 m ab und ist mit Schwarzkorallen, Gorgonienfächern und Schwammgemeinschaften bewachsen. Barrakudaschwärme patrouillieren im blauen Wasser oberhalb der Wand; Muränen, Oktopusse und verschiedene Zackenbarscharten bewohnen die Spalten darunter.
Insel Los Lobos: Die Riffe rund um die unbewohnte Insel Los Lobos (20 Minuten mit dem Boot von Corralejo entfernt) sind spektakulär. Unberührte Bedingungen, ein reiches Meeresleben und eine gleichbleibende Sichtweite von 25–35 m machen diesen Platz zum Lieblingsrevier vieler Taucher. Die Ostseite der Insel bietet sanft abfallende Riffe, ideal für Anfänger; die nördliche Spitze bietet anspruchsvolleres Tauchen mit stärkeren Strömungen und größeren Tierarten.
Angel Shark Corner: Die Sandebenen an verschiedenen Punkten der Nordküste Fuerteventuras sind eines der letzten Rückzugsgebiete des vom Aussterben bedrohten Meerengels (Squatina squatina). Diese flachen, getarnten Haie ruhen auf dem Sandgrund und sind völlig ruhig, wenn man sich ihnen langsam und behutsam nähert. Einen Meerengel beim Tauchen zu sehen ist eines der echten Highlights im Kanarenrevier — eine weltweit immer seltener werdende Begegnung, die hier dank aktiver Schutzmaßnahmen noch möglich ist.
Metron-Wrack: Ein Frachtschiff, das in 25–40 m Tiefe nahe Gran Tarajal an der Ostküste liegt. Die Metron sank in den 1970er-Jahren und ist seitdem vollständig vom Meeresleben besiedelt worden — riesige Schwärme glasklarer Sweeperfische wirbeln durch die Laderäume, während Zackenbarsche, Muränen und Skorpionfische die dunkleren Ecken für sich beanspruchen. An den meisten Tagen gute Sichtweite; geeignet für erfahrene Taucher (OW+ oder gleichwertig).
Der Bogen (La Catedral): Eine Vulkanfelsformation vor der Nordküste, die vom Atlantik zu einem imposanten Bogen und einer Reihe von Tunneln ausgehöhlt wurde. Durch die Tunnel zu tauchen — mit Licht, das von beiden Seiten einfällt, und Wänden, die mit rotem und orangefarbenem Bewuchs bedeckt sind — ist ein wahrhaft theatralisches Erlebnis. Am schönsten bei hohem Sonnenstand, wenn die Lichteffekte am dramatischsten sind.
El Hierro-Riff (Corralejo): Ein flacherer Tauchplatz (6–18 m), ideal für Anfänger- und Discover-Diver-Programme. Dichter Rifffischbestand, Meeresschildkröten und Rochen in einer entspannten Umgebung. Auch für Nachttauchgänge empfehlenswert — das Wirbellosenleben erwacht nach Einbruch der Dunkelheit.
Tauchschulen & Ausrüstung
Mehrere PADI-zertifizierte Tauchcenter sind in Corralejo ansässig. Alle bieten Ausrüstungsverleih (Neoprenanzug, Tarierjacke, Atemregler, Flasche) und ein vollständiges Kursangebot von Anfänger bis Divemaster. Bootsausflüge zu Los Lobos und den Plätzen der Nordküste starten meist morgens. Rechne mit €40–€60 pro geführtem Tauchgang inklusive Ausrüstungsverleih; PADI Open Water-Kurse kosten €350–€450 über 3–4 Tage.
Schnorcheln für Nicht-Taucher
Auch ohne Tauchausrüstung sind die Gewässer rund um Fuerteventura ein Erlebnis. Die Felskaps nahe Corralejo, die Felsenpools bei El Cotillo und die Gewässer rund um Los Lobos eignen sich hervorragend zum Schnorcheln — hier begegnet man Papageienfischen, Lippfischen, Preußenfischen, Oktopussen und — mit etwas Glück — einer Meeresschildkröte, die neben einem auftaucht. Deine Corralejo-Basis buchen →
